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Zeichen der Zusammenarbeit

berkeln-Team auf der Berkelkonferenz / Berkelbuch nominiert

Das berkeln-Team wird auf der Berkelkonferenz von Moderator André Oldenkamp (r) begrüßt. Foto Karin Otto, Vreden

Eibergen, 17.01.17. Die Einladung zur Berkelkonferenz in Eibergen hat das berkeln-Team gerne angenommen. Moderator André Oldenkamp begrüßte mit herzlichen Worten Doris Röckinghausen, Silke Florijn und Hartmut Levermann im Theater t´Spieker. Das Team hatte Gelegenheit, das Konzept des Berkelaktionstag 2017 vorzustellen und weitere Brücken zu den niederländischen Nachbarn zu bauen. "Das waren wertvolle Stunden der Kooperation", resümiert Doris Röckinghausen den Nachmittag, bei dem besondere Anknüpfungspunkte für grenzübergreifende Aktionen bis nach Eibergen und Borculo gefunden werden konnten. Die einzelnen Städte beteiligen sich an überregionalen Aktionen, wie zum Beispiel dem Chöre-Festival in Coesfeld, und bringen sich über Mitmachaktionen, wie Radfahren, Wandern oder Kanufahren, direkt vor Ort mit ein.

Tonni Wormgoor, Vorstandsmitglied der 3. Berkelcompagnie, gratulierte Buchautorin Röckinghausen zur Nominierung ihres Berkelbuches "Mein Leben als Fluss / Mijn leven als rivier". Eine Jury hat aus 80 niederländischen Büchern fünf herausragende Werke für den Titel 'Het Beste Boek Achterhoek en Liemers 2016' ausgewählt. Besonders aufgefallen ist das Berkelbuch, weil die Geschichten in beiden Sprachen sich gegenüberstehend verfasst sind und die Gemälde, Dichtungen und Fotografien von Künstlern beider Nationen stammen - ein sichtbares Werk grenzübergreifender Zusammenarbeit. Am 4. März verkündet die Jury ihr finales Urteil.

berkeln kennt keine Grenzen

Gemeinsame deutsch - niederländische Aktionen

Bürgermeister Helmut Könning (2.v.r.) begrüßt im Stadtlohner Rathaus vor der Jappe, einem Nachbau der Berkelzomp, Anna Perpeet (l., Stadt Stadtlohn), das Team „berkeln“ (vorne, v. l. ) Doris Röckinghausen, Hartmut Levermann und Silke Florijn sowie die niederländischen Gäste Louisa Remesal (r.) und Francien Grobbee (3.v.r., beide Waterschap Rijn en IJssel), Tonni Wormgoor (2.v.l., 3. Berkelcompagnie) und Jan ten Have (h., 3.v.l., Achterhoek Toerisme).

STADTLOHN. So wie die Berkel selbst strömen nun auch Ideen für eine künftige Zusammenarbeit zwischen den deutschen und den niederländischen Berkel-Anrainern über die Grenze. Zu einem informativen Austausch empfing Bürgermeister Helmut Könning gemeinsam mit dem Team „berkeln“ unter Federführung von Doris Röckinghausen eine niederländische Delegation, darunter Vertreter von Achterhoek Toerisme und der Waterschap Rijn en IJssel im Stadtlohner Rathaus. „Wir möchten beim nächsten Berkelaktionstag den Schritt über die Grenze gehen und die niederländischen Gemeinden in unser vielfältiges Programm rund um die Berkel miteinbeziehen“, blickt Doris Röckinghausen nach vorn. Die niederländische Berkel biete einzigartigen Erlebnischarakter, der hervorragend zum Programm des Berkelaktionstag passe. „Gerne knüpfen wir die Kontakte vor Ort und bieten Mitmachaktionen wie Stand Up Paddling, Kanutouren oder Floßüberquerungen an“, erklärte Louisa Remesal, Waterschap Rijn en IJssel. Am Berkelaktionstag sind alle eingeladen, dem Flusslauf der Berkel von Stadtlohn aus in die Niederlande zu folgen, ob zu Fuß, auf dem Fahrrad oder im Kanu.

'Wir berkeln' munter weiter

Erster grenzüberschreitender Gedankenaustausch

Niederländische Gäste brachten gute Ideen für ein grenzübergreifendes Berkelfest 2017 mit.

Berkelstädte, 23.11.16. Die Resonanz war mehr als erfreulich. Drei Dutzend Aktive folgten der Einladung zum ersten Gedankenaustausch für den Berkelaktionstag 2017. Selbst niederländische Nachbar aus dem Achterhoek liessen es sich nicht nehmen, ihre Inspirationen für das erste grenzüberschreitende Berkeltalfest ins Rathaus nach Gescher zu bringen. 

Eingeladen hatte das Team ‚berkeln‘ die Hauptakteure des diesjährigen Berkelaktionstages und Gäste aus den Niederlanden von der Waterschap Rijn en IJssel, der 3. Berkelcompagnie sowie vom Achterhoek-Toerisme

Im voll besetzen großen Sitzungssaal im Rathaus Gescher begrüßte Bürgermeister Thomas Kerkhoff die Teilnehmer. Gut anderthalb Stunden entwickelten drei Arbeitsgruppen Ideen zu den Themen Natur, Kultur und Sport. „Die Chancen, dass wir beim nächsten Berkeltag einige Aktionen und Projekte gemeinsam mit unseren niederländischen Nachbarn realisieren werden, stehen gut“, freute sich Röckinghausen, Koordinatorin des Teams berkeln.“ 

Moderatorin Silke Florijn, die selbst sportlich aktiv ist, begeistert sich vom Ideenreichtum der Arbeitsgruppe: „Besonders wichtig war es allen, die Jugend für Mitmachaktionen auf dem und im Wasser zu begeistern." Da bietet sich die niederländische Berkel hervorragend an. Wassersport war auch die Inspiration von Louisa Remesal und Francien Westendorp von der Waterschap Rhijn en IJssel. Ihr Vorschlag: Wettbewerbe im Schwimmen und Stand-Up-Paddling, z.B. zwischen Zutphen und Almen. Bei Oldenkott an der Grenze könnte ein Umstieg ins Kanu mit Rastmöglichkeit beim ‚Kanoverhuur‘ angeboten werden.

Anknüpfen an die sehr erfolgreiche Berkeltalwärtstour wollte man. Eine Tour über die Grenzen soll es werden. Als Sterntour oder flussabwärts und flussaufwärts mit einem zentralen Treffpunkt. Für die sportlich Ambitionierten könnte die rasante Mountain-Bike-Tour Ansporn werden. Einen neuen Anlauf für eine Staffel skizzierte Florijn auf das große Arbeitsblatt. Mit der Wahl des Termins zu Beginn der Sommerferien gibt es eine gute Chance genügend Teilnehmer zu gewinnen. Weitere Ideen, wie Nordic-Walking-Route und Spazier- bzw. Wanderangebote, reihen sich ein. Sportliche Angebote für alle könnte man resümieren.

Biologe Hartmut Levermann fasst den Workshop Natur zusammen: „Das Leben in der Berkel soll ein haptisches Erlebnis werden – Natur begreifen." In Kooperation mit einem Naturkundlichen Museum oder anderen Institutionen kann der Lebensraum sichtbar gemacht werden. Das Leben im Wasser hatte bereits beim Berkelaktionstag im September die Anglervereine aus Coesfeld, Stadtlohn und Vreden mit Schaubecken und aktiven Erlebniselementen mit großer Resonanz aufgezeigt. Die Berkel bietet auch dem Menschen Nischen der Erholung. Diese mit auffälligen Dekorationen an Brücken oder anderen Bauwerken zum Hingucker zu machen, ist eine weiter spritzige Idee. Wasser ist nicht nur Lebensraum. Es bietet im Zeitalter der nachhaltigen Energiegewinnung Potenziale, die mit viel Kreativität und Innovation erschlossen werden können. Ein Beispiele bringt Andreas Leistikow mit seinem transportablem Wasserrad. "Das funktioniert auch bei niedrigen Wasserständen", begeistert sich Erfinder Leistikow.

Besonders herausgestellt wird der Wunsch aller Teilnehmer die Schulen mit ins Boot zu nehmen. Mit vernetzen Projekten könnten sich Schülerinnen und Schüler im Laufe des kommenden Schuljahres mit dem Thema Wasser, Natur, Umweltschutz und Kultur auseinandersetzen und sich mit dem Heimatfluss identifizieren. Beispielsweise könnten Schülern eines Berufskollegs Wasserräder, die im Rahmen einer Unterrichtsreihe zur alternativen Energiegewinnung konstruiert wurden, am 23. Juli präsentieren und ausprobieren. Das ist ein Brückenschlag zwischen den Arbeitsgruppen Natur und Kultur. 

„Die kulturellen Programm-Ideen reichten von einer Bus- und Vespatour entlang der Berkel mit dem Ziel, besondere kulturelle oder spirituelle Orte zu besuchen oder an Vorträgen, beispielsweise zu historischen Schmuggelwegen, teilzunehmen“, konzentriert Daniel Stenkamp die Ergebnisse der Arbeitsgruppe Kultur. Ebenso könnte an die Berkel als Hanseroute im Rahmen einer Präsentation erinnert oder im Flussbett eigens angefertigte Skulpturen platziert werden. So entstand auch die Idee zu ‚Berkel in Flammen‘.

Das Team wird aus den Ideen ein erstes Konzept schmieden. Röckinghausen: „Anschließend stellen wir den kommunalen Vertretern die Vorschläge vor. Sobald wir grünes Licht haben, werden wir entlang der gesamten Berkel über die Printmedien informieren und zu einem weiteren zentralen Treffen einladen.“ Bis zum 30. April 2017 können Vorschläge für lokale und überregionale Aktionen von den Interessenten, Gruppen und Vereinen längs der Berkel eingereicht werden. Kontakt über info@berkeln.eu.

Ein Leben in Kurven

Erschaffer der Badenden findet Stabilität beim IBP und in der Kunst

Die Hände von Winfried Nimphius formten die Badende. (Foto hlm)

Berkelstädte,  15.07.16 (hlm). Winfried Nimphius ist der Erschaffer der Badenden, die entlang der Berkel in deutschen wie niederländischen Städten zu finden ist. Der Mann, der der Leitfigur die runden Proportionen gegeben hat. Einen geraden Weg ist der 58-jährige Künstler nicht gegangen. Sein Lebenspfad inspirierte seine schöpferische Ader. „Die Lehre zum Werkzeugmacher schulte den Umgang mit Technik und das räumliche Vorstellungsvermögen“, blickt er auf seine erste Ausbildung zurück. Die Affinität zur Kunst wuchs mit seinem Lieblingsmaterial, dem Stein. Als Steinmetz trainierte er seine Fähigkeit, die Bilder im Kopf in die Hände zu lenken und mit diesen zu gestalten. Grabsteine, Figuren und Stuckelemente entstanden. Als Landschaftsgärtner suchte er die Symbiose aus Natursteinen, Kunst und Pflanzen, um die Umgebung zu formen. Eine Suchterkrankung führt ihn in seinen früheren Lebensjahren auf Abwege. Aufgefangen und wieder in die Gesellschaft integriert hat ihn die Interkulturelle Begegnungsstätte (IBP). Bis heute ist der Verein seine stabile Säule. Dort ist er hauptberuflich angestellt und arbeitet für die Stadt Billerbeck. Nimphius lebt bescheiden und zurückhaltend. Die Kunst ist für ihn Zeitvertreib und Ablenkung vom Alltag.

Die Badende erschuf er als Auftragsarbeit, die ihm der Verein IBP herangetragen hat. Ausgangspunkt war ein Bild von einer Skulptur. Durch Skalieren entstand die zweidimensionale Badende als propere Dame. In Handarbeit formvollendet Nimphius aus Styropor und Faserspachtel die lebensgroßen Figuren in Handarbeit. Jedes Stück ein Unikat. Ursprünglich als Zeichen für den Abschluss des Flurbereinigungsverfahrens Berkelaue II gedacht, ist die Figur zum Identifikationsobjekt der Menschen an der Berkel gewachsen. So macht sie sich in Billerbeck, Coesfeld, Gescher, Eibergen und Borculo am Ufer des Flusses auf den Sprung ins Wasser. In Stadtlohn entführte sie das Hochwasser Ende Juni. In Vreden wurde die Dame, kurz nachdem sie das Licht der Welt erblickte, Opfer von Vandalismus. Der Torso wurde jüngst am Berkelufer in den Niederlanden aufgefunden. Ob bis zum Berkelaktionstag am 11.09.16 alle Badenden wieder bewundert werden können, ist noch ungewiss.

Aber eines ist sicher in der Zukunft sehr greifbar. Zur Badenden gibt es ein männliches Pendant, als kleines leicht untersetztes Modell, der Phantasie des Künstlers entsprungen. Der leicht untersetzte Mann mit der blauweißen Badekappe könnte der Badenden vielleicht eines Tages Gesellschaft leisten.

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